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Lektürekanon
Immer wieder werde ich gefragt, was man denn als Philosoph oder Philosophie-Interessierter gelesen haben muss,
ob es also so etwas wie einen philosophischen Lektürekanon gibt.
Die Antwort hängt einerseits davon ab, für welchen Bereich
der Philosophie ich mich denn besonders interessiere, andererseits gibt es philosophische Grundtexte, die eigentlich
jeder gelesen haben sollte, der sich mit Philosophie beschäftigt. Die wichtigsten dieser Texte habe ich versucht,
hier aufzulisten, um einen Überblick über die Geschichte der Philosophie und eine Anregung für die Lektüre zu geben.
Welche philosophischen Werke gehören in einen Lektürekanon? Welche Bücher sollte man, wenn man sich ernsthaft mit
philosophischen Fragen auseinandersetzen will, unbedingt gelesen haben? Die Meinungen hierüber gehen auseinander,
aber es gibt einige Werke, an denen kein wirklicher Interessent der Philosophie vorbeigehen sollte, auch wenn einige
dieser Werke nicht seine Zustimmung finden werden.
An erster Stelle der zu lesenden Werke stehen die Bücher Platons. Unbedingt gelesen haben muss man die "Apologie
des Sokrates" und die mit dem Prozess des Sokrates zusammenhängenden Dialoge "Kriton" und "Phaidon", ergänzt
durch den "Euthyphron". Unverzichtbar ist weiterhin das siebte Buch aus dem Staat ("Politeia"),
in dem sich das berühmte Höhlengleichnis findet. Wer an den politischen Aspekten dieses Gleichnisses interessiert ist,
lese auch das ganze Buch. Die weiteren Dialoge Platons, die man zumindest in Auswahl gelesen haben sollte: "Protagoras",
"Symposion", "Theaitetos", "Parmenides", "Sophistes" und "Timaios". Von den übrigen Dialogen
kann man sich den einen oder anderen aussuchen. Nicht vergessen werden sollten auch die unechten Dialoge, besonders den "Theages".
Überhaupt: Von Platon kann man nicht genug lesen, auch mehrmals dasselbe.
Anders ist es mit Aristoteles. Wichtig sind hier vor allem die drei Ethiken "Nikomachische Ethik",
"Eudemische Ethik" und "Große Ethik", auch wenn teilweise die Echtheit zweifelhaft sind. Die "Politik"
schließt sich an, ebenso die "Rhetorik". Diese Disziplinen sind als Wissenschaft von Aristoteles begründet worden,
daher muss man diese Werke kennen. Dasselbe gilt auch für die "Metaphysik", die allerdings ungleich schwieriger zu lesen
und daher nur für den schon geübten Leser zu empfehlen ist. Die Logik, die Aristoteles mit seinem "Organon" ebenfalls
begründete, sollte lieber anhand eines modernen Lehrbuches studiert werden, weil die Ausdrucksweise des Aristoteles für uns
heute befremdlich und umständlich ist.
Die Philosophen vor Platon, die sogenannten Vorsokratiker, müssen anhand von Sammelausgaben studiert werden,
da von ihren Werken nur Bruckstücke erhalten sind. Ausgaben: Diels/Kranz, Die Fragmente der Vorsokratiker sowie
Capelle, Die Vorsokratiker. Unverzichtbar sind Heraklit, Parmenides, Zenon, Protagoras, Gorgias
und Demokrit. Aber erst durch den Zusammenhang mit den anderen Denkern ergibt sich ein wirkliches Gesamtbild.
Von drei großen philosophischen Schulen außerhalb der Platonischen Akademie sind die Schule Epikurs, die Skepsis und
die Stoa. Epikur studiert man sinvoll nach der Ausgabe von Gigon (2. Auflage, Zürich 1968), wobei hier die
"Hauptlehren" unverzichtbar sind. Die Skepsis ist ausführlich dargestellt bei Sextus Empiricus, vor allem
in seinen "Grundzügen des Pyrrhonismus" (2. Auflage, Frankfurt 1993) und "Gegen die Dogmatiker" (St. Augustin 1998).
Von Sextus kann man mehr über die Praxis der Philosophie lernen als von jedem anderen Philosophen der Antike außer Platon.
Er ist aber leider nicht immer ganz einfach zu lesen. Die Stoaversteht man am besten bei Cicero ("Über das höchste Gut
und das größte Übel" und "Tusculanische Gespräche") und Seneca ("Briefe an Lucilius").
Von Augustinus muss man mindestens die "Bekenntnisse" gelesen haben, von Anselm von Canterbury sollte man
das "Proslogion" kennen, um wenigstens einen Einstieg in die philosophische Welt des Mittelalters zu haben.
Von Thomas von Aquin ist seine "Untersuchung über die Wahrheit" unverzichtbar. Da die meisten philosophischen
Werke des Mittelalters schwer zu beschaffen sind, ist es schwierig, hier etwas pauschal zu empfehlen. Das gilt genauso
für die Philosophie der Renaissance, die sich zunächst besser über die Sekundärliteratur vertiefen lässt.
René Descartes ist relativ einfach zu lesen, weshalb man gleich seine fünf Hauptwerke kennen sollte: die
"Abhandlung über die Methode" (1637), die "Meditationen über die erste Philosophie" (1641), "Die Prinzipien
der Philosophie" (1644), "Die Leidenschaften der Seele" (1649) und die "Regeln zur Leitung des Geistes"
(entstanden um 1628). Descartes gilt als Begründer der Philosophie der Neuzeit, ist aber von seine Vorgängern des Mittelalters
und der Renaissance abhängiger, als er selbst meint. Von ihm aus kann man sich sowohl diese frühere Epoche als auch die auf
ihn folgende gut erschließen. Baruch Spinoza ist für den Anfang und auch später schwer zu lesen. Seine "Ethik"
(posthum erschienen 1677) gehört aber zu den bedeutendsten Werken der Philosophie überhaupt.
Die drei folgenden Werke sollten in Zusammenhang miteinander gelesen werden, da sie sich aufeinander beziehen: John Locke,
"Versuch über den menschlichen Verstand" (1689), George Berkeley, "Eine Abhandlung über die Prinzipien der
menschlichen Erkenntnis" (1710) und Gottfried Wilhelm Leibniz, "Neue Untersuchungen über den menschlichen
Verstand" (entstanden schon 1705, erschienen aber erst posthum 1765). Diese drei Werke beschäftigen sich mit der Frage
nach den Bedingungen und Möglichkeiten der Verstandeserkenntnis: Wie arbeitet der Verstand? Welche Rolle spielt die Wahrnehmung?
Welche die Erfahrung? Und welche das Denken? Ohne diese Werke wenigstens in ihrer Grundtendenz zu kennen, kann niemand die
moderne Philosophie verstehen. Den Höhepunkt dieser Epoche bildet David Hume mit seinen Untersuchungen "Über den
menschlichen Verstand" (1748) und "Über die Prinzipien der Moral" (1751). Sie bilden den Boden für das, was folgt,
sowohl für die Befürworter dieser Art von Philosophie, als auch für die Gegner.
Jeremy Bentham "Einführung in die Prinzipien der Moral und der Gesetzgebung" (1789) leider nur die ersten
fünf Kapitel in deutscher Übersetzung verfügbar (in: Otfried Höffe (Hg,), Einführung in die utilitaristische Ethik, München 1975).
Eine Übersetzung des ganzen Werkes ist überfällig. Dieses Werk begründet den sogenannten Utilitarismus, der nur das Nützliche
als ein Gut ansieht. Wem das Werk nicht zugänglich ist, muss sich mit John Stuart Mills "Utilitarismus" (1861)
begnügen, das zwei große Nachteile hat: Es ist viel später geschrieben, und es vertritt schon einen reformierten Utilitarismus.
Nun kommen die großen Brocken der Philosophie, die so manchen Studenten der Philosophie schon zum Abbruch seines Studiums
gebracht haben, die aber ohne Zweifel zu dem Bedeutendsten gehören, was die Philosophie überhaupt zu bieten hat. Immanuel Kant,
"Kritik der reinen Vernunft" (1781, 2. Auflage 1787), "Kritik der praktischen Vernunft" (1788) und
"Kritik der Urteilskraft" (1790). Diese Werke sind in ihrer Bedeutung für die folgende Philosopie nur an der Bedeutung
der Werke Platons zu messen. Ihr Studium dauert Jahre, und allzuleicht ist man versucht, diese Werke bei schwierigen Problemen
beiseite zu legen und auf sie zu verzichten. Wer aber einmal die wirkliche Problematik und Relevanz dieser Werke auch für uns
heute und auch für unser ganz privates Leben verstanden hat, der wird nicht mehr von ihrer Lektüre loskommen, sie immer
wieder und wieder zur Hand nehmen. Warnung: Diese drei Werke gehören zum Schwierigsten, was die Philosophie überhaupt zu bieten
hat, und sind doch unverzichtbar. Vorläufig kann man sich mit Literatur über Kant behelfen, aber das sind alles nur Notlösungen.
Kant selbst hat versucht, zumindest die ersten beiden dieser Werke durch seine "Prolegomena" (1783) und seine
"Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" (1785) in ihrer Schwierigkeit zu entschärfen. Aber auch diese Werke sind nicht
leicht. Es hilft nichts, man muss es versuchen und wieder versuchen. Lassen Sie zunächst Verständnislücken einfach offen.
Sie werden sich vielleicht später schließen oder möglicherweise auch als unschließbar erweisen. Wer Kant lesen gelernt hat,
hat nie wieder Angst vor schwierigen Texten. Kant steht einerseits als Höhepunkt am Ende der Aufklärung, die die
Selbständigkeit der Philosophie gegenüber der Theologie neu gefordert hat. Andererseits steht er am Beginn der Epoche,
die man den Deutschen Idealismus nennt, auch wenn Kant in seinen späten Jahren diese Lehre öffentlich abgelehnt hat.
Der Streit lebt noch heute, was daran liegt, dass man Kants Lehre verschieden auffassen und interpretieren kann. Um diese
Epoche jedoch zu verstehen, muss man wenigstens die Grundzüge der Philosophie Kants begriffen haben.
Die Hauptwerke dieses Deutschen Idealismus, die man kennen sollte, sind ein Werk von Johann Gottlieb Fichte
"Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre" (1794) und drei Werke von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
"Über die Möglichkeit einer Form der Philosophie überhaupt" (1795) und "Vom Ich als Prinzip der Philosophie"
(1795) und "Ideen zu einer Philosophie der Natur" (1797). Natürlich haben beide weitere Werke geschrieben, die alle
zu den Hauptwerken dieser Epoche gezählt werden müssten, aber ohne diese vier Werke bleiben sie unverständlich.
Der Höhepunkt des Deutschen Idealismus ist in Georg Wilhelm Friedrich Hegel zu sehen, von dem man mindestens fünf
Schriften kennen sollte, die leider in dem Ruf stehen, noch unverständlicher als Kants Schriften zu sein: Die frühe
"Differenz der Fichte'schen und Schelling'schen Systems der Philosophie" (1801) ist noch verhältnismäßig einfach;
die "Phänomenologie des Geistes" (1807) allerdings übertrifft im Abstaktions- und Schwierigkeitsgrad alles bisher
Geschriebene. Dieser Schrift kann man sich nur mit Hilfe von Literatur über Hegel nähern. Trotzdem ist es richtig,
wenn man sie zum Bedeutendsten zählt, was die Philosophie hervorgebracht hat. In ihrer Zähigkeit übertrifft sie sogar die
späteren Bücher Hegels, die wichtige Aspekte der Philosophie Hegels beleuchten: die "Wissenschaft der Logik" (1816),
die "Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften" (1817) und die "Grundlinien der Philosophie des Rechts" (1821).
Diese Schwierigkeit hat zu großen Missverständnissen geführt und neben einer großen Anhängerzahl eine noch größere Zahl
von Gegnern hervorgebracht haben. Sowohl Schopenhauer als auch Feuerbach als auch Marx sind diesen Missverständnissen zum
Opfer gefallen. Arthur Schopenhauer warf Hegel sogar vor, ein Scharlatan zu sein und schimpfte in seinen späteren Schriften
unablässig auf ihn ein. Trotzdem hat er etwas Wichtiges gesehen, dass in den Werken Kants und Hegels der Wille des Menschen
und die Abhängigkeit des Menschen von seinen Trieben vernachlässigt wird. Diesen Punkt betont er in seinem Hauptwerk
"Die Welt als Wille und Vorstellung" (1818, 2. Auflage 1844, 3. Auflage 1859) besonders. Die einfachere Fassung,
die Schopenhauer in seinen Vorlesungen vorgetragen hat, ist leider im Buchhandel nicht mehr erhältlich, aber möglicherweise
antiquarisch noch greifbar (4 Bände im Taschenbuchverlag Pieper). Genauso wichtig - wenn nicht noch wichtiger - erscheint
mir die Kenntnis seiner frühen Schrift "Die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde" (1813), deren
Bedeutung aus meiner Sicht immer noch unterschätzt wird. Sie sollte in der Originalversion gelesen werden und nicht in
der 2. Auflage von 1847. Erst nach der Lektüre dieser zwei Schriften sollte man die übrigen Werke Schopenhauers lesen,
"Über den Willen in der Natur" (1836), "Die beiden Grundprobleme der Ethik" (1841) über Willensfreiheit
und Moralbegründung sowie die populären "Parerga und Paralipomena" (1851). Ludwig Feuerbach hat an Hegel
das versteckte Christentum getadelt. Von ihm sollte man "Das Wesen des Christentums" (1841) und
"Grundsätze der Philosophie der Zukunft" (1843) gelesen haben, bevor man sich mit Karl Marx einläßt.
Karl Marx hat in seinen "Thesen über Feuerbach" (entstanden 1845, erschienen erst posthum 1888) dessen
Philosophie als unzureichend betrachtet, weil auch er als Philosoph die Welt nur "interpretiert", aber nicht verändert habe.
Für diejenigen, die sich als Marxisten oder Kommunisten sehen, ist es vielleicht nicht so wichtig, ob Marx von den Philosophen
zu den Philosophen gezählt wird. Gerecht wird man dem Denken von Marx jedenfalls nicht, wenn man ihn zum Helden macht. Auch
Marx war ein Kind seiner Zeit, und seine Sozialkritik ist in seiner Zeit verwurzelt, auch wenn ihr heute noch Bedeutung
zugeschrieben wird. Jedenfalls ist die Wende, die Marx vollzogen hat, so groß, dass ich geneigt bin, ihn gar nicht zu den
Philosophen zu zählen, auch wenn sein Denken unbestreitbar philosophische Elemente enthält. Aber darüber kann man lange streiten.
Jedem, der an einem Dialog über Marx interessiert ist, biete ich trotz meiner Ablehnung im Rahmen eines Seminars über Marx
das Gespräch an. Es kommt eben nur auf die Argumente an. Wichtig erscheint mir, dass man auch Marx nur dann verteidigen oder
ablehnen kann, wenn man gute Gründe dafür hat. Was aber sind gute Gründe?
Auch Friedrich Nietzsche ist ein sehr umstrittener Denker. Das liegt an vielen verschiedenen Dingen: daran, dass er
kaum zusammenhängige Argumentationsstränge schreibt, sondern nur Aphorismen; daran, dass er seine Thesen oft nicht begründet,
sondern einfach in den Raum stellt; oder an dem Vorurteil, dass er spätestens seit 1889, wahrscheinlich aber schon weit vorher
einfach nur verrückt gewesen sei. Gleichgültig, wie man zu Nietzsche steht: Man sollte die folgenden seiner Werke gelesen haben:
"Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" (1872), "Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne"
(entstanden 1873, erschienen 1896), "Menschliches, Allzumenschliches" (18781880), "Die fröhliche Wissenschaft" (1882),
"Also sprach Zarathustra" (1883-1885) und "Jenseits von Gut und Böse" (1886). Besonders den "Zarathustra" lasse
man aber für eine späte Zeit. Er ist trotz seiner scheinbar eindeutigen Sprache ein Buch, das man in mehreren Deutungen lesen kann.
Da das Buch nach Nietzsches Worten denselben Inhalt hat wie "Jenseits von Gut und Böse", ist es besser, dieses Buch vorher
und den "Zarathustra" im Lichte des späteren Buches zu lesen. Aber auch das ist alles andere als einfach. Und denken Sie
bei Ihrer Nietzsche-Lektüre an meinen Rat: Glauben Sie Nietzsches nichts, prüfen Sie seine Behauptungen sehr sorgfältig.
Möglicherweise will er etwas ganz anderes zeigen als das, was die oberflächliche Lektüre vermuten lässt.
Für das 20. Jahrhundert gibt es nur zwei Philosophen, die die philosophische Diskussion so beeinflusst haben, dass sie von
jedem gelesen werden sollten, der sich ernsthaft mit philosophischen Fragestellungen befassen möchte. Beide sind sehr
kontovers behandelt worden, und beide sind ausgesprochen schwierig zu lesen. Ludwig Wittgenstein ist der Begründer
der modernen Sprachphilosophie. Seine "Logisch-philosophische Abhandlung" (1921) wird allgemein "Tractatus
logico-philosophicus" genannt. Wittgenstein verstand dieses Werk als das Ende aller Philosophie, weil es die
Unmöglichkeit zeigen sollte, Philosophie sinnvoll zu betreiben. Seine "Philosophischen Untersuchungen" (entstanden
seit 1935, erschienen posthum 1953) beschäftigen sich wie schon das frühere Werk ebenfalls mit dem Phänomen der Sprache
und versuchen die Struktur unseres Denkens von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Der andere Denker, an dem man im
20. Jahrhundert nicht vorbeikommt, ist Martin Heidegger. Auch er wird kontrovers diskutiert, wegen seiner Schriften
einerseits, aber andererseits auch wegen seiner Nähe zum Nationalsozialismus. Ob diese Nähe eine echte oder eine vermeintliche
Nähe war oder ist, ist immer noch umstritten. Auch hier muss die Analyse der Argumente und nicht die Verteufelung aus
Gefühlen über die Qualität Heideggers als Philosoph entscheiden. Für seine wichtigsten Texte halte ich "Sein und Zeit"
(1927), "Der Satz vom Grund" (1957) und "Was heißt Denken?" (1971).
Natürlich könnten hier noch hundert oder mehr weitere Werke stehen, die alle wichtig sind. Neben den Vorlesungen Hegels
könnte man die sehr interessante und für die Lektüre der Antike wichtige Doktorarbeit von Marx nennen. Man könnte auch die
Lektüre von Francis Bacon oder Marc Aurel nennen, für das 20. Jahrhundert Karl Popper. Die oben genannte Auswahl aus der
philosophischen Literatur ist insofern subjektiv, als ich aus den wichtigsten Werken noch einmal die wichtigsten und dann
noch einmal die wichtigsten heraussieben wollte. Was hier also nicht steht, ist keineswegs unbedeutend oder schlecht. Was
aber hier steht, gehört mit der größten Wahrscheinlichkeit auch noch in 100 oder 200 Jahren zum Grundspektrum der Philosophie.
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